Der Turmbau zu Aichau

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Dem Vernehmen nach soll sich die Erhöhung des Aichauer Kapellenturms schon bis zum Domkapitel in St. Pölten und das dortige Dombauamt herumgesprochen haben. Die Nachforschungen im dortigen Archiv erbrachten jedoch keine exakten Pläne und Ausmaße des schon mehrmals erneuerten Turmes, was jedoch nicht zu der Hoffnung Anlass geben sollte, dass die zuletzt durchgeführte Nacht- und Nebelaktion ohne weitere Folgen bleiben wird.

Wie aus der Gerüchteküche am Punschstand der jüngsten Herbergsuche undeutlich zu hören war, soll auch das Bundesdenkmalamt mit der Causa schon befasst worden sein. Mit dieser Behörde ist bekanntlich nicht gut Kirschen essen und es sind langwierige Verhandlungen zu erwarten. Auch mit dem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen muss das Einvernehmen hergestellt werden, weil nämlich die Kugel am Turmkreuz als Fixpunkt im staatlichen Höhenmessnetz fungiert.

Ich habe daher schon an einem Kompromissvorschlag getüftelt. Um das Erscheinungsbild nicht auf Dauer zu verändern und zu beeinträchtigen, schwebt mir eine hydraulische Lösung vor, die nur temporär in Erscheinung tritt. Die Erhöhung des Kapellenturmes wird nur sonn- und feiertags vorgenommen und da auch nur, wenn in der Kapelle ein Rosenkranz oder sonstige Andacht abgehalten wird. Endgültige Pläne werden erst dann vorliegen, wenn die aufwändigen statischen Berechnungen abgeschlossen sind. Vorerst gibt es daher nur nebenstehende Animation, wobei ich mich für die verwendeten Aufnahmen bei unserem Hofbildberichterstatter Robert bedanke.

Nach Abschluss aller Planungen und Koordinierung mit den befassten Ämtern und Behörden soll am Faschingdienstag 2016 ab 15 Uhr im Gasthaus Hirsch die öffentliche Bauverhandlung abgeführt werden.

Karl Walchshofer

Karl Walchshofer

Im Mai 2016 verstorben

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Turmalin

    Die für den heutigen Tag vorgesehene Bauverhandlung musste leider wegen einer Terminkollision mit dem überraschend angesetzten Kinderfaschingsrummel abgesagt und verschoben werden. Als neuer Termin ist der heurige Überschalltag am 30. Februar zum Festtag des St. Nimmerlein vorgesehen. Ort und Zeitpunkt bleiben unverändert, gesonderte Einladungen werden nicht versendet. Wer kommt, der kommt.

  2. rjiranek

    Ich war gestern, den 30. Februar, den Überschalltag, ab 15 Uhr im Gasthof Hirsch und habe an der Bauverhandlung teilnehmen wollen. Ich war allerdings der Einzige. Karl, deine Terminfestsetzungen sind schlicht katastrophal! Warum auch musst du diesen an einem Überschalltag, der alle 300 Jahre stattfindet, ansetzen. Der Hirsch war durch dieses Ereignis total durcheinander – ihm ist doch glatt das Bier ausgegangen.

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